SLOGA Felgenservice · Tuzla

VERZOGENE FELGEN RICHTEN

Felgen richten

Höhenschlag, Seitenschlag, eingedrücktes Horn: Die Geometrie kommt unter kontrolliertem Druck zurück, danach läuft das Rad wieder ruhig.

Felgen richten

Eine krumme Felge spürt man zuerst

Eine verzogene Felge sieht man mit bloßem Auge selten. Zuerst meldet sich eine Vibration im Lenkrad auf der Landstraße, dann eine Unruhe im Sitz, später ein ungleichmäßig abgefahrener Reifen. Auswuchten hilft dann nicht mehr, denn mit Gewichten wird Masse ausgeglichen, das Problem sitzt aber in der Form.

Gerichtet wird auf der Presse. Die Felge wird gespannt, die abweichende Stelle gesucht und der Werkstoff unter Druck zurück in Richtung Kreis geführt, in kleinen Schritten und mit Wärme, wo Aluminium das verlangt. Ein ruckartiges Zurückbiegen würde einen Riss erzeugen, deshalb wird bewusst langsam gearbeitet.

Nach dem Richten wird geprüft, wie die Felge in der Drehung steht. War der Schlag heftig, bleibt oft ein feiner Riss oder eine dünn gewordene Stelle zurück, die geschweißt werden muss, also laufen beide Arbeiten zusammen. Lässt sich die Felge nicht in sichere Grenzen zurückholen, sagen wir das ohne Beschönigung.

Anzeichen für eine schlagende Felge

  • Vibration im Lenkrad, die mit dem Tempo wächst
  • Unruhe im Sitz, obwohl die Reifen neu sind
  • Reifen, der sich streifenweise abfährt
  • Rad verliert Luft ohne sichtbaren Einstich
  • Immer schwerere Auswuchtgewichte nötig

Welche Verformungen gerichtet werden

Vom leichten Schlag, der nur im Lenkrad ankommt, bis zur Felge, die sichtbar kein Kreis mehr ist.

Seitenschlag

Die Felge wandert in der Drehung nach links und rechts. Das fühlt sich wie ein Pendeln im Lenkrad an und kommt meist von einem seitlichen Schlag gegen Bordstein oder Schachtrand.

Höhenschlag

Das Rad springt auf und ab, weil der Kreis nicht mehr stimmt. Typisch nach einem harten Schlagloch, und am schnellsten zu erkennen, sobald die Felge auf der Maschine dreht.

Eingedrücktes Felgenhorn

Der Rand, auf dem der Reifen abdichtet, ist nach innen gezogen. Das Rad verliert Luft, und beim Montieren legt sich der Reifen nicht sauber über den ganzen Umfang an.

Felge in Eiform

Ein harter Schlag kann die Felge so weit ziehen, dass sie kein Kreis mehr ist. Auch solche werden gemacht, vor dem Druck wird aber genau geprüft, ob der Werkstoff angerissen ist.

Der Ablauf beim Richten

Vier Schritte, von der ersten Prüfung in der Drehung bis zur Felge, die am Ende ruhig im Kreis läuft.

Prüfung in der Drehung

Die Felge wird aufgespannt und gedreht, damit sichtbar wird, wie weit und an welcher Stelle sie abweicht, in der Höhe und zur Seite. Erst dann steht der Aufwand fest.

Druck auf der Presse

Die Abweichung wird mit hydraulischem Druck in kleinen Schritten zurückgeholt, mit ständiger Kontrolle. Aluminium wird bei Bedarf erwärmt, damit es nachgibt statt zu reißen.

Werkstoff kontrollieren

Nach dem Richten wird nach Rissen und dünn gewordenen Stellen gesucht. Findet sich etwas, wird geschweißt, bevor die Felge zum nächsten Schritt weitergeht.

Abschließende Rundlaufprüfung

Die Felge dreht sich erneut, und gemessen wird an denselben Stellen wie am Anfang. Ziel ist, dass die Abweichung in den Bereich fällt, in dem das Rad ruhig läuft.

Warum Auswuchtgewichte eine krumme Felge nicht retten

Gewichte verteilen die Masse des Rades, sie korrigieren aber nicht die Form der Felge. Schlägt die Felge, verlangt die Auswuchtmaschine beim Reifendienst immer schwerere Gewichte, und die Vibration wird vielleicht kleiner, verschwindet jedoch nicht. Zuerst muss die Geometrie stimmen; ohne das wird das Problem nur überdeckt.

Eine krumme Felge verschleißt nicht nur sich selbst. Ein unruhiges Rad belastet zusätzlich Radlager, Spurstangen und Stoßdämpfer, und der Reifen läuft sich streifenweise ab. Die Reparatur lohnt sich, sobald die Vibration auffällt, weil der Schaden dann meist noch auf eine Felge und einen Reifen begrenzt ist.

Fragen zum Richten von Felgen

Lässt sich eine stark verbogene Felge noch richten?

Oft ja. Die Presse holt den Werkstoff in kleinen Schritten zurück, mit Wärme, wo Aluminium das verlangt, sodass auch Felgen ohne sauberen Kreis wieder in Grenzen kommen, in denen das Rad ruhig läuft. Vorher wird auf Risse geprüft, denn angerissenes Material darf nicht gedehnt werden.

Schwächt das Richten die Felge?

Wird langsam und mit kontrollierter Wärme gearbeitet, kommt der Werkstoff zurück, ohne zu reißen. Probleme entstehen, wenn eine Felge ruckartig in einem Zug gerade gedrückt wird. Deshalb wird nach jedem Richtvorgang die Stelle geprüft, und zeigt sich ein Riss, wird er vor dem Weitermachen geschweißt.

Merke ich den Unterschied sofort nach dem Richten?

Auf der Maschine sieht man es sofort: Eine Felge, die vorher mehrere Millimeter geschlagen hat, läuft nach dem Richten in ruhiger Linie. Beim Fahren spüren Sie den Unterschied, sobald das Rad wieder am Auto ist. Bleibt trotzdem Unruhe, liegt die Ursache meist woanders: am Reifen, am Radlager oder am Fahrwerk.

Müssen alle vier Felgen gerichtet werden?

Nein. Gerichtet wird die Felge, die abweicht, die übrigen können in der Drehung geprüft werden, wenn Sie sie mitbringen. Nach einem Schlagloch trifft es meist eine Felge, seltener zwei auf derselben Seite, also gibt es keinen Grund, an den heilen etwas zu ändern.

Kann eine Felge mit montiertem Reifen gerichtet werden?

Nein, denn der Reifen verdeckt genau die Stellen, die am häufigsten beschädigt sind. Er wird deshalb hier abgezogen, bevor die Felge auf die Maschine kommt, und nach der Arbeit wieder aufgezogen. Sie bringen das Rad einfach so, wie es ist.

Werden auch Stahlfelgen gerichtet?

Ja. Eine Stahlfelge verbeult, statt zu reißen, deshalb ist das Richten bei ihr ein sehr häufiger Eingriff, vor allem an Transportern und an Wintersätzen. Nach dem Ausrichten wird die Stelle gesäubert, und die Felge geht so zurück, wie sie gekommen ist — nur wieder rund.

Was neben dem Richten anfällt

Hat der Schlag zusätzlich einen Riss oder eine dünn gewordene Stelle hinterlassen, geht die Felge nach der Presse ans Schweißgerät.

Lenkrad vibriert? Felgen prüfen

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